2018年4月20日星期五

Breitling Colt Chronograph 44mm Superquarz - Sinnvoller Einstieg in die Luxusuhrenwelt?

Gefällt einem die Markenbotschaft, die Anmutung der Marke und die der Uhren, fällt es einem vor allem als frisch gebackener Breitling Uhren verliebter sicher nicht leicht überhaupt einen Einstieg bei den Luxuschronographen zu finden, ohne sogleich die Kreditkarte mit 4.420 Euro zu belasten. Dafür erhält man allerdings ab Sommer einen nagelneuen top Automatik Chronographen der Colt Serie mit praktischem und langlebigem Kautschukband. Günstiger ist da nur noch die Colt Superquarz mit 3.020 € und gleicher Optik, bis auf die mittige Anordnung der Compteure. Wenn wir mal den Gedanken an ein Automatik oder Quarzwerk weglassen, ist diese Anordnung harmonischer.



Schauen wir uns also an, ob der Quarz-Einstiegschrono lohnt oder ob man lieber die Finger davon lässt um größere Verluste bei einem evenetuellen Wiederverkauf - falls man dann doch irgendwann auf ein höher positioniertes Modell umsteigen möchte - zu vermeiden. 

Eines vorweg: Der "kleine Chronograph" ist eigentlich keine Uhr die man wieder hergeben möchte. Selbst als eingefleischter Mechanik Liebhaber nicht. Das kann ich ihnen aus eigener Erfahrung mit einer Colt aus der vorletzten und subjektiv bisher schönsten Generation im 41mm Gehäuse bestätigen. Auch bestätigen lässt sich ein ansehnlicher Wiederverkaufswert nach 4 Jahren von 1900 Euro (Anschaffungspreis einst 2.450 Euro) der einem "Wertverlust" durch das Tragen von 0,38 € am Tag entspricht. 



Also sieht man wie ich meine auch hier, Breitling liefert mit seinen Quarzuhren begehrte und wertstabile Modelle mit einer Vielzahl von nützlichen Funktionen. Dazu gehört der 1/10tel Sekunden Chronograph mit einer hervorragenden Ablesbarkeit des eigenen Compteurs bei 2 Uhr. Gut gelöst ist auch die Anzeige der Stoppminute ebenso wie die Stoppsekunde aus der Mitte. Die Kombination beider Zeiger erfüllt auch noch die Rattrapanten-Funktion zur Zwischenzeitmessung. Betätigt man also den unteren Drücker während des Stoppvorgangs kann die Zwischenzeit bequem abgelesen werden. Durch erneutes Drücken bewegen sich die Zeiger ohne Verluste zurück zur tatsächlichen Zeitmessung. Eine tolle Funktion die noch dazu mit der Colt viel Spass macht.


Ebenso viel Spass macht die Schnellverstellung für andere Zeitzonen, mit einem separat verstellbaren Stundenzeiger. Auch hier wieder ohne die Uhr anhalten zu müssen. Selbst wenn gerade eine Zeitmessung läuft, wird diese beim Ziehen der Krone im Hintergrund weitergeführt und beim hineindrücken wieder angezeigt. Faktisch lässt sich eine Gangabweichung in drei Testtagen für den Sportuhrenfan Zuhause kaum nachvollziehen. Das Superquarzwerk mit COSC Zertifizierung sorgt dafür, dass wir hier nur wenige Sekunden Abweichung im Jahr zu sehen bekommen.



Die Verarbeitung und somit auch die Gesamtanmutung ist hervorragend. Bis ins kleinste Detail wirken die Uhren stimmig und durchdacht. Dabei sind es auch Kleinigkeiten wie das Kronenlogo die positiv auffallen. Es steht nach dem Verschrauben nahezu gerade. Die Lünette lässt sich regelrecht angenehm gegen den Uhrzeigersinn verstellen. Haptik und Geräusche sind hochwertiger als bei manch teurerer Uhr. Die Größe erweist sich dank neuer Maße mit 44mm als optimal und zeitgemäß. 



Die Ablesbarkeit fällt mit dem schwarzen Zifferblatt besser aus, weil die weiße Datumsscheibe sich nahezu intuitiv wahrnehmbar mehr von Blatt abhebt. Auch die schräge Anordnung des Fensters zwischen 4 und 5 Uhr sorgt für ein bequemes ablesen, selbst am gestreckten Arm. Die schwarze Uhr erscheint einfach kerniger und selbstverständlich mehr wie eine Breitling.



Die schönen blauen Augen der silberfarbenen Uhr hingegen bilden eine Alleinstellung im Hause Breitling. Diese Farbvariante gibt es ausschließlich für dieses Colt Modell. Überhaupt würde ich mir an dieser Stelle mehr Farbvarianten in der gesamten Kollektion wünschen. Was spricht bitteschön dagegen einem dunkelgrauen Zifferblatt silberfarbene Augen zu verpassen? Oder warum gibt es kein richtig dunkelblaues Blatt oder gar ein gelbes mit silberfarbenen Compteuren? Unter den 3 erhältlichen Versionen sind die beiden gezeigten Uhren erste Wahl und die fällt einem wirklich schwer.



Für reichlich Gesprächsstoff sorgt immer wieder das satinierte Metallgliederband an der polierten Uhr. Auch ich gehörte zu den Gegnern, bis ich die Uhr live in Augenschein nehmen konnte. Nun weiß ich warum die Gestalter dies Band genau so gewählt haben, es harmoniert in idealer Weise mit den silberfarbenen Compteuren des Chronographen sowie mit der Lünette. Es avanciert in dieser Verbindung zum absoluten Charakteristika. 


In der Dunkelheit zeigt die Colt eine ordentliche Tiefe und ein harmonisches Gesamtbild der mit Leuchtmasse belegten Indexe in Verbindung mit dem schönen nicht gewölbtem Safirglas. Das flache Glas ist eine exellente Wahl und steht der Uhr übrigens ganz hervorragend. Das Glas ohne Wölbung verleiht ja bekanntermaßen schon den Rolex Uhren eine besondere und hochwertige Anmutung. So auch in diesem Fall bei der Breitling.


Zusammenfassend kann man sagen: Eine lohnende Investition in eine gut gemachte, top verarbeitete und sehr hochwertige Armbanduhr der legendären Marke Breitling. Ob das warten auf den 1.400 € teureren Automatik Chronographen lohnt, wird ein späterer Test klären. Ist Ihnen hingegen der genauere Quarzantrieb grundsätzlich sympathisch, können sie bei dieser tollen Uhr getrost zugreifen. Mit den abgebildeten massiven Stahlbändern kosten die Uhren ganz unverbindliche 3.490 €. Gute 1.000 Euro mehr als noch 2011 bei gleicher Ausstattung. Da kann man mal sehen, wie hoch die Geldentwertung ist.



Unterstützt wurde ich bei diesem Post wieder einmal von Juwelier Wenthe, Quadrat Q1, in Mannheim. Herzlichen Dank dafür.
Bitte sehen uhren replica oder Rolex Masterpiece

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